Benhausen, Schönstattzentrum (2024)

Der gläserne Kreuzweg an der Schönstatt-Kapelle
Seit dem 29. September 2024 bereichert ein neuer, gläserner Kreuzweg das Areal rund um die Schönstatt-Kapelle am Goldenen Grund. Nach einer Phase feinsinniger und intensiver Vorbereitung fügen sich die 14 Stationen harmonisch in die Landschaft ein. Die modernen Glasarbeiten laden dazu ein, traditionelle religiöse Inhalte neu zu entdecken und tiefgründig zu reflektieren.
Das Konzept lebt von der Interaktion mit der Umgebung: Die gläsernen Stelen lassen die Natur malerisch durchscheinen oder fangen sie auf ihrer Oberfläche ein. Durch dieses Wechselspiel entsteht eine ganz eigene Ästhetik, die den Weg zum Kreuz zu einem Ort der lebendigen Begegnung macht.
Die Skulpturen verbinden quadratische Betonsockel und kreuzförmig angeordnete Bild- und Funktionselemente zu einer stimmigen Einheit. Gehalten durch zentrale Fugen, formen die kontrastierenden Materialien ein lateinisches oder griechisches Kreuz auf stabilen Kuben. Je nach Blickwinkel eröffnet das Werk neue Ansichten, während die Glasoberfläche die Betrachtenden direkt in das Bild einbezieht. Dieser visuelle Dualismus symbolisiert Interaktion und Dialog. Prägnante Schlüsselwörter vertiefen zudem die Bildaussage jeder einzelnen Kreuzwegstation.
Höchste Beständigkeit und Langlebigkeit standen bei der handwerklichen Umsetzung im Fokus. Die Darstellungen wurden von Hand mit opaken Emailfarben mehrschichtig aufgetragen und dauerhaft eingebrannt. Zum Schutz vor der Witterung befindet sich die Malerei auf den Innenseiten des thermisch vorgespannten Einscheiben- und Verbundsicherheitsglases. Ausgeführt wurde die Arbeit von der Werkstatt „Die Glasmaler GmbH“ in Borchen. Fotos: Stephan Lübbers.
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