Bremen, Unser Lieben Frauen Kirche (2011)

Nach intensiven Planungen und in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde 2009 in einem Gemeindekonvent der Beschluss gefasst, die Gedächtniskapelle dem heutigen Verständnis zu öffnen sowie den Sinn des Raumes zu erweitern. Mit Abschluss der Sanierungsarbeiten wurde das gemeinsam mit der Gemeinde und Architekten_FSB aus Bremen entwickelte Konzept umgesetzt und der zur Friedenskapelle umgestaltete Raum 2011 neu eingeweiht.

 

Gläserne Tafeln mit den Namen der Gefallenen beider Weltkriege umfangen die zentrale Skulptur („Ruhender Krieger“, Friedrich Lommel) und konzentrieren hier das Toten-Gedenken. Gleichzeitig verschleiern vorgesetzte mattierte Gläser die alten Inschriften in der Eingangshalle und an den gegenüberliegenden Seitenwänden der Kapelle. Unterbrochene Worte aus Lukas 1,78-79 sind hier einander zugeordnet und umschließen mit einem horizontalen und vertikalen Lichtband symbolisch den Raum. Ein neu gestaltetes Fenster, das milde Licht der gläsernen Wandelemente und eine indirekte Beleuchtung auf den Säulenkapitellen regulieren den vormals starken Hell-Dunkel-Kontrast im Raum.